Quo vadis?
(lat. Misstrauen: diffidentia)
Es war einmal eine kleine Diffidentin, die bekam ein Paket. Nein so war es nicht. Sie sollte ein Paket erhalten, aber als der Postbote klingelte, war sie nicht zu Hause. Tatsächlich war die kleine Diffidentin nie zu Hause, sondern setzte sich oft stundenlang der Außenwelt aus, um das ein oder andere Misstrauen zu nähren. Denn Misstrauen will wohlgenährt sein. Sonst geht es ein.
Als die kleine Diffidentin nun den gelben Zettel im Briefkasten fand, der ihr bedeutete, sie müsse ihr Paket in der Nachbarschaft abholen, brach all das wohlgenährte und gut gehütete Misstrauen in vollen Eimern aus ihr heraus: Das Paket war in der neuköllner Nachbarschaft abgegeben worden! In der räudigen Nachbarschaft von asozialen Pennern und wer weiß was für Leuten, die noch nie das Tageslicht gesehen hatten. Jaja, sie liebte Multikulti und Sozialschwach, Berlin ist arm, aber sexy. Und das Paket war weg. Read more »
Date: 19. Mai 2012














Gespräch