Dienstag, 12 of Dezember of 2017

we wish – even more

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Bus. Oben im Bus. Ich sitze und gucke im Bus. Ganz vorne höre ich die hinter mir im Bus. Es ist laut und heiß im Bus. Die Strasse wellt sich, die Menschen warten auf den Bus. Winken nach dem Bus. Ich höre Musik im Bus. Der Takt der Stadt dröhnt im Bus. Ich fahre Bus.
Ich jogge. Rechts im Busch hockt einer und scheißt. Eine Frau davor reicht ihm Taschentücher. Eine Ratte flüchtet quer über den Weg. Sie guckt mich an.
Berliner Oper geht im Viertakt. Der Strom entlang der Straße verliert sich am Ende. Ein dunkler Park verschluckt uns und schenkt Kronen aus Blättern für die Könige im Herbst. Die Hunde im Kiez sind die Familie der vielen ohne Arbeit. Sie sitzen an der Ecke und warten auf nichts. Die Arie der Sirenen geht im Rauschen der Menschen unter.
Flaschenmenschen sammeln Pfand und graben in Containern. Die Stadt ist aufgewühlt und frei für jeden der sich traut, nichts zu sein und zu tun und alles zu wollen. Einbein auf der Strasse und so fortgerissen in die Hitze des Tages, auf dem Hermannplatz steht alles still.

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