Montag, 22 of September of 2014

Schäfchen und Wolke

Meah
Ein herrlicher Frühlingstag, draußen vor dem Fenster hinter dem Schreibtisch strahlt die Sonne, der Himmel leuchtet blau, die Bäume tragen frisches Grün und die Mädchen helle Kleider zu hellen Beinen.
Ich höre Schafsgemecker heraufschallen. Mäh, mäh! Da es in der Hauptverkehrsstraße definitiv keine Herde gibt, beuge ich mich zum Fenster und sehe neugierig auf die Straße hinunter. Ein junger Mann Mitte hängt meckernd und mit herausgestreckter Zunge aus einem Beifahrerfenster. Sein Spott richtet sich auf etwas, das sich noch im Schatten meines Hauses befindet.

In Erwartung eines würdigen Gegners beobachte ich die Szene weiter. Doch ins Bild schiebt sich eine rundliche, ältere Dame. Sie wiegt ihre von einer tapferen Blümchenbluse umspannten Pfunde auf überforderten Beinen über die Straße. Auf ihrem Kopf flattert weißes, zauseliges Haar im lauen Frühlingswind. Sie ignoriert den Schafsimitator, der mit einem letzten “Mäh” und wehender Zunge aus meinem Blickfeld entschwindet.

Arschloch.

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